Sitz der Hauptstelle einer neuen EVB gehört in die Kreisstadt nach Meppen

    Ratsfraktion
  • 7. September 2021

CDU-Stadtratsfraktion appelliert an Vertreter sich für Meppen als zentralen Sitz einzusetzen.

Meppen. Die geplante Fusion der Volksbanken Meppen und Lingen ist eine unternehmerische Entscheidung. Strategische Überlegungen zu einer Verschmelzung der beiden Banken sind dem wirtschaftlichen Umfeld geschuldet und liegen im Verantwortungsbereich der Vorstände, Aufsichtsräte und Vertreterversammlungen. Im Hinblick auf die Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen ist die Bündelung der Kräfte zweier kerngesunder Häuser nachvollziehbar, um die Zukunftsfähigkeit sicherzustellen. Beide Banken stehen auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament.

Wir begrüßen, dass der Name der Emsländischen Volksbank eG für das Gesamtinstitut erhalten bleibt. Als CDU-Stadtratsfraktion appellieren wir allerdings an die Vertreter, sich mit Blick auf die zukünftige Zentrale/Hauptsitz für Meppen einzusetzen. Das Votum der Aufsichtsräte und Vorstände für Lingen als formalen Sitz der neuen Emsländischen Volksbank sorgte ja bereits in der Presse für Unmut.

Folgende Argumente und Zahlen sprechen eindeutig für Meppen als zentralen Sitz:

  • Bei einem Einzugsgebiet von Dörpen bis Lingen, ist Meppen der zentrale Mittelpunkt.

  • Die Bilanzsumme von Lingen beträgt 1,18 Milliarden €, die von Meppen 1,66 Milliarden € und ist somit um ca. 30 % höher.

  • Während die EVB Meppen ein Eigenkapital von 176 Millionen € verzeichnet, beträgt dieser bei der VB Lingen 143 Millionen € und ist somit um 33 Millionen € geringer (eine Berücksichtigung der Geschäftsanteile würde diese Differenz noch verstärken, würde aber zur Verwirrung führen)

  • Die EVB Meppen hat mit einem Jahresüberschuss von 4,62 Millionen €, einen höheren Gewinn von 1,67 Millionen € als die VB Lingen (2,95 Millionen. €).

  • Mitglieder in Meppen 24.062, gegenüber Lingen mit 20.694

  • Arbeitnehmer EVB Meppen 195, gegenüber VB Lingen mit 153

Die Daten entstammen dem Verschmelzungsbericht vom 20.07.2021. Diese Vergleiche zeigen, dass die EVB Meppen neben der geographischen Situation die “größte” und finanzkräftigere Bank ist und somit die übernehmende Bank sein sollte mit Sitz in Meppen.

Die CDU Stadtratsfraktion appelliert an die Vertreter, sich für den Verbleib der Hauptstelle/Zentrale in der Kreisstadt Meppen einzusetzen.

Quelle: Antrag, CDU-Stadtratsfraktion Meppen, 07.09.2021 Foto: Symbolfoto CDU Stadtratsfraktion Meppen